Familie

Die entscheidenden Quellen für die hier genannten Namen und Zeiten sind die 2006 veröffentlichte Korrespondenz von Gottfried Kirch, die Kirchenbücher in Seubtendorf, Lobenstein, Leipzig, Guben und Berlin, die tagebuchartigen Einträge von Gottfried Kirch in dem von ihm benutzten Ephemeridenwerk und in einem Schreibkalender für 1673 (diese Notizen sind veröffentlicht in Band 1.4 der Kalenderreihen) sowie in seinem ab 1677 geführten Beobachtungsjournal (überliefert und eingesehen in Paris), und das von 1697 bis 1774 geführte Wettertagebuch mit privaten Notizen (überliefert in Edinburgh).

Letzte Änderungen:
betrifft Gottlieb, den vierten Sohn und Margaretha (geändert am 22.4.2020)
betrifft Johanna (Vorname nicht Dorothea Johanna) (geändert am 21.4.2020)
betrifft Theodora, Christina und Margaretha (geändert am 3.4.2020)
betrifft J. G. Gading, den Ehemann von Theodora (geändert am 29.3.2020)
betrifft Maria und Sophia (geändert am 26.3.2020)
betrifft Theodora und Ort der Heirat 1692 (geändert am 25.3.2020)
betrifft Theodora (geändert am 22.3.2020)
betrifft Heilmann, Dorothea Johanna und Margaretha Kirch (geändert am 21.3.2020)
betrifft Heilmann (geändert am 5.2.2020)
betrifft Sophie (geändert am 3.6.2019)
betrifft Christina (geändert am 26.4.2019)
betrifft die Reihenfolge der Söhne N.N. und Ehrenfried (geändert am 19.3.2014)
betrifft Literatur zu Christina (geändert am 13.12.2008)
betrifft den Vornamen Sara Elisabeth Winckelmann (geändert am 20.3.2006)
betrifft die Angaben zu Ehrenfried und Guthmann (geändert am 9. 9. 2005)

Gottfried Kirch und Maria Lang

Maria Lang stammt aus Langgrün/Vogtland. Das Geburtsdatum ist nicht bekannt. Ihr Vater war Nicolaus Lang, ein Schulmeister im Vogtland. Sie hatte mindestens einen Bruder.

Heirat: 18./28. 6. 1667 in Langgrün/Vogtland

Kinder:

erster Sohn, 1./11. 6. 1668 Langgrün, Totgeburt

Gottlieb, getauft 16./26.7.1669 Lobenstein – 1697 (?) Rom (?)
1687 Matrikel Universität Leipzig
1688 Baccalaureus Artium Universität Leipzig
1692 Matrikel Universität Halle
letzte Lebenszeichen sind ein Brief an E. W. v. Tschirnhaus aus Mailand (1697)
und eine Nachricht aus Rom („ist auf dem Weg ins Gelobte Land“, 1697)
er ist als Pietist aktenkundig geworden (Leipziger Gerichtsprotokoll, 1692)

Friedemann, getauft 11./21. 4. 1671 Lobenstein – begraben 18./28. 4. 1671 Lobenstein

vierter Sohn, 28.7./7.8.1672 Lobenstein, Totgeburt

Ehrenfried, 24. 9. / 4. 10. 1673 Lobenstein – 3./13. 9. 1679 Leipzig

Guthmann, 13./23. 8. 1676 Lobenstein – 13./23. 7. 1677 Leipzig

Heilmann, getauft 22. 1./1. 2.1679 Leipzig – n. Sept. 1698
1692 erstes Abendmahl
1697 in Leipzig, versucht eine Arbeitsanstellung zu finden
“in der Fremde” verschollen (1697)
letztes Lebenszeichen ein Brief von Heilmann an Justinus Töllner, erwähnt von Töllner im Brief an Maria Margaretha Kirch (23. 8./2 .9. 1698)

Theodora, getauft 17./27. 4. 1683 Leipzig – 19. 4. 1757
heiratet am 4. 4. 1709 Johann Georg Gading (gest. 1715), Kantor an der Garnisonskirche Berlin
3 Töchter: 1. N.N. (18.1.1710 – 31. 3. 1714), 2. N.N. (4.6.1711), 3. N.N. (26. 7. 1712)
eine Tochter hieß Christiane oder Christiana, die andere Sophie oder Sophia
die letztere heratete am 26. 4. 1737 Michael Lange, Lehrer in Crossen und ab 1741 Pfarrer in Rädnitz (gest. um 1760), zwei Töchter: Johanna Christiana und Sophia Dorothea, die als Vollwaisen seit den 1760er Jahren bei Christina Kirch aufwuchsen (Quelle: Wettertagebuch der Christina Kirch), beide waren nacheinander mit Johann Elert Bode verheiratet (vgl. Friedhelm Schwemin: Der Berliner Astronom. Leben und Werk von Johann Elert Bode (1747-1826), Frankfurt am Main 2006)

Maria Lang stirbt am 20./30. 6. 1690 nach kurzer Krankheit

Gottfried Kirch und Maria Margaretha Winckelmann

Maria Margaretha Winckelmann war die jüngste von drei Töchtern des seit 1657 in Panitzsch lebenden Pfarrers Matthias Winckelmann (gest. 1682) und der aus Schleiz stammenden Maria Töllner (gest. 1683, Tochter des Buch- und Tuchhändlers Johann Töllner). Ihre Schwestern waren Sara Elisabeth (verheiratet mit dem Pfarrer Justinus Töllner, Sohn des aus Gera stammenden Tobias Töllner) und Anna Magdalena (verheiratet mit Heinrich Töllner, Bruder von Justinus). Die drei Schwestern hatten noch den Bruder Johann Friedrich, Handelsmann in Hamburg. Sie wurde am 25. Februar (jul.) 1670 geboren und wuchs als Waise bei ihrer Schwester Sara Elisabeth auf. Mehrere Aufsätze beschäftigen sich vor allem mit ihr, siehe bei den Quellen Vignoles (1722), Schiebinger (1987), Splett (2000), Mommertz (2002).

Heirat: 8./18. 5. 1692 in Panitzsch bei Leipzig

Kinder:

Maria, getauft 12./22. 5. 1693 Guben – 5./15. 8. 1697 Guben

Christfried, 14./24. 12. 1694 Guben – 9. 3. 1740 Berlin
1716 Astronom am Observatorium der Societät der Wissenschaften in Berlin

Christina, 14./24. 4. 1697 Guben – 6. 5. 1782 Berlin
(nicht Christine, sondern Christina, Quelle: Wettertagebuch der Christina)
sie erzog die vollwaisen Enkelinnen ihrer Stief-Schwester Theodora

Sophia, getauft 28. 3./7. 4. 1699 Guben – 26. 4./6. 5. 1699 Guben

Johanna, ?. 1. 1702 Berlin – 20. 1. 1771 Berlin
heiratet am 25. 8. 1739 Georg Christian Adler, Prediger in Brandenburg
(dieser war in erster Ehe mit Sara Justina Töllner, Tochter von Justinus Töllner, verheiratet)

Margaretha, 24. 7. 1703 Berlin – nach Oktober 1759 Berlin
sie wird bis September 1759 im Wettertagebuch der Christina erwähnt