{"id":67,"date":"2019-03-06T16:41:34","date_gmt":"2019-03-06T16:41:34","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.gottfried-kirch-edition.de\/?page_id=67"},"modified":"2019-03-06T16:41:34","modified_gmt":"2019-03-06T16:41:34","slug":"bedeutung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gottfried-kirch-edition.de\/?page_id=67","title":{"rendered":"Bedeutung"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Bedeutung der Korrespondenz<\/h4>\n\n\n\n<p>Die den zeitlichen Rahmen von 1665 bis \n1709 umspannende Korrespondenz von Gottfried Kirch bietet M\u00f6glichkeiten,\n die Welt eines Gelehrten im 17. Jahrhundert nicht nur \nwissenschaftshistorisch zu erfassen, sondern auch kultur-, literatur- \nund religionsgeschichtlich. Mit ihrer Ver\u00f6ffentlichung wird den in der \nLiteratur erhobenen Forderungen nach Edition der brieflichen Quellen des\n Barockzeitalters und nach Auswertung der Briefe unter \ninterdisziplin\u00e4rem Aspekt Rechnung getragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Briefe liefern Details \u00fcber das \nEntstehen und Nutzen von astronomischem und instrumentellem Wissen in \nder Phase der Fr\u00fchaufkl\u00e4rung (Kirch entdeckte 1680 den Kometen C\/1680 \nV1, 1681 und 1702 die Sternhaufen M11 und M5 sowie 1686 den \nVer\u00e4nderlichen Chi Cygni; er erfand 1679 ein Schraubenmikrometer und \nbaute selbst Fernrohre). Dabei erscheint Kirch von etwa 1680 an als \nKnotenpunkt des astronomischen Informationsflusses in den deutschen \nL\u00e4ndern mit Verbindungen zum Ausland (Polen, Frankreich, England, \nD\u00e4nemark, Niederlande, Schweiz). Auch die Berufung zum ersten Astronomen\n der Brandenburgischen Societ\u00e4t nach Berlin spiegelt sich in den Briefen\n wider. Ferner findet man Einzelheiten \u00fcber das famili\u00e4re Leben des \nGelehrten und Alltagsprobleme sowie \u00fcber die politische Situation in \nverschiedenen deutschen St\u00e4dten (z. B. Lobenstein, Coburg, Leipzig, \nGuben und Berlin, den Wohnorten von Kirch) und L\u00e4ndern der Zeit. F\u00fcr die\n Literaturgeschichte ist er als Kalenderautor (seit 1666 mit zeitweise \nbis zu 14 Kalenderreihen pro Jahrgang) sowie durch die in seinen \nSchriften eingebundenen Lehrgespr\u00e4che von Interesse. Die Briefe geben \nbisher unbekannte Details \u00fcber Drucker, Verleger und andere \nKalendermacher preis. Die um 1690 in Leipzig aufgetretenen \nAuseinandersetzungen um den Pietismus, dessen Anh\u00e4nger Kirch war, finden\n ebenso ihren Niederschlag in den Briefen wie die 1699 beschlossene \nKalenderreform in den protestantischen L\u00e4ndern. Die Briefpartner \nentstammen sozial v\u00f6llig unterschiedlichen Schichten, z. B. dem \nBauernstand, dem B\u00fcrgertum und dem Adel sowie dessen Bediensteten. Auch \nhinsichtlich Bildung und Konfession der Briefpartner gibt es keine \nGrenzen, sie reichen von dem Bauern Christoph Arnold bis zu den \nGelehrten Jean-Dominique Cassini, John Flamsteed und Gottfried Wilhelm \nLeibniz, von dem Pietisten August Hermann Francke bis zu dem Jesuiten \nAdam Adamandus Kochanski.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bedeutung der Korrespondenz Die den zeitlichen Rahmen von 1665 bis 1709 umspannende Korrespondenz von Gottfried Kirch bietet M\u00f6glichkeiten, die Welt eines Gelehrten im 17. Jahrhundert nicht nur wissenschaftshistorisch zu erfassen, sondern auch kultur-, literatur- und religionsgeschichtlich. Mit ihrer Ver\u00f6ffentlichung wird den in der Literatur erhobenen Forderungen nach Edition der brieflichen Quellen des Barockzeitalters und nach&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-67","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gottfried-kirch-edition.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/67","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gottfried-kirch-edition.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/gottfried-kirch-edition.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gottfried-kirch-edition.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gottfried-kirch-edition.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=67"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/gottfried-kirch-edition.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/67\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":68,"href":"https:\/\/gottfried-kirch-edition.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/67\/revisions\/68"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gottfried-kirch-edition.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=67"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}